Angefangen hat alles mit einer selbstgebauten Gitarre. Holz und Bremsseile eines Fahrrads verhalfen zu fünf Saiten. Genug, um erste Songs nachzuspielen. Geboren in einem Nomadenlager im Niger schlägt Mdou Moctars erstes Album „Anar“ bereits innerhalb kürzester Zeit große Wellen und wird unter Jugendlichen über die Weitergabe von Speicherkarten von Mobiltelefonen verbreitet. Das aktuelle Album „Ilana“ wurde mit voller Band in Detroit eingespielt, erzählt Geschichten von Trinkwasser- und Medikamentenknappheit. Es verbindet die unerbittliche und frenetische Energie seines Gitarrenspiels, pulsierende, schleppende Grooves und die rockige Rauhheit mit Texten auf Tamasheq, der Sprache der Tuareg.

Mdou Moctar immediately stands out as one of the most innovative artists in contemporary Saharan music. His unconventional interpretations of Tuareg guitar have pushed him to the forefront of a crowded scene. Back home, he’s celebrated for his original compositions and verbose poetry, an original creator in a genre defined by cover bands. In the exterior, where Saharan rock has become one of the continents biggest musical exports, he’s earned a name for himself with his guitar moves. Mdou shreds with a relentless and frenetic energy that utterly sets him apart.