In Kooperation mit dem Jazz im Paradies e.V.

Thérapie de couple – die Rede ist natürlich vom Paar Deutschland-Frankreich, dem vermeintlichen Motor Europas, der hin und wieder in die Krise gerät. …. Daniel Erdmann kennt beide Seiten sehr gut, die Unterschiede, die Gemeinsamkeiten, die möglichen Missverständnisse, die Psychologie der beiden Länder. „In der Paartherapie”, sagt Daniel Erdmann, „ist die Beziehung, von der wir sprechen, natürlich die deutsch-französische. Der Motor Europas hat immer mal wieder eine Ehekrise.”

Der Saxophonist und Bandleader Daniel Erdmann ist der ideale Berater, denn er kennt die Unterschiede, die Gemeinsamkeiten, die möglichen Missverständnisse, die Psychologie dieser beiden Länder sehr gut. Er freut sich besonders, dass er eingeladen wurde, ein neues deutsch-französisches Sextett zusammenzustellen, und hat sich bei der Auswahl von Musikern für eine Kombination entschieden aus solchen, die er bereits sehr gut kennt – und der damit verbundenen Sicherheit – und der Einladung ganz neuer Leute, die die Lust und den Zauber der Ungewissheit mitbringen. Daniel Erdmann pendelt seit über 20 Jahren zwischen Deutschland und Frankreich. Deutsch-französische und europäische Projekte stehen im Mittelpunkt seiner Arbeit, bei der er von Anfang an von Philippe Ochem und dem Jazzdor Festival unterstützt wurde. Auch für die neue Band ist Jazzdor wieder Partner und Förderer. Zu den Projekten der letzten 20 Jahre gehören Bands wie Das Kapital und Velvet Revolution, aber auch Quartette, Trios und Duos mit Heinz Sauer, Christophe Marguet, Vincent Courtois, Aki Takase, Henri Texier und vielen anderen.

Er hat das Glück, dass zwei Musiker aus Frankreich, mit denen er in den letzten Jahren viel zusammen gespielt hat, sich bereit erklärt haben, bei dem neuen Projekt mitzumachen: Der Geiger Théo Ceccaldi, Mitglied der Band Velvet Revolution, und der Cellist Vincent Courtois, mit dem Daniel Erdmann seit 2008 in diversen Bands zusammen arbeitet, zuerst im Quartett mit Frank Möbus und Samuel Rohrer, dann in Vincents Trio mit Robin Fincker und nebenbei in diversen Projekten mit MalerInnen, SchauspielerInnen, SängerInnen. All diese gemeinsamen Erfahrungen können beim Komponieren eine Basis sein, um sich einen Band-Sound vorzustellen.

Dieser neuen Zusammenarbeit angenommen hat sich die junge französische Klarinettistin Hélène Duret, die mit ihrer Band Suzanne derzeit durch alle Clubs und Festivals Frankreichs tourt. Ihr samtiger Klarinettensound verbindet sich wunderbar mit dem Saxophonsound von Daniel Erdmann. Die rhythmische Basis dieses Sextetts bilden die Schlagzeugerin Eva Klesse und der Bassist Robert Lucaciu, zwei inzwischen etablierte Größen der deutschen Jazzszene, die sich wiederum aus der Leipziger Jazzszene gut kennen.
Eine solide Rhythmusgruppe, die auch unerwartete Wege gehen kann, verschiedene Generationen und individuelle Stimmen, die sich auch in den Dienst des Gruppenklangs stellen können. Eine deutsch-französische Paartherapie voller Spielfreude mit einigen der besten MusikerInnen beider Länder. Das ist die Idee von Daniel Erdmann für dieses neue Abenteuer .

Théo Ceccaldi_vl
Hélène Duret_cl
Vincent Courtois_vlc
Daniel Erdmann_ts
Robert Lucaciu_b
Eva Klesse_dr

http://www.daniel-erdmann.com

Photo: Romu Ducros